DAAD LL.M. Stipendium - Erfahrungsbericht


Anbei ein Erfahrungsbericht für das LL.M. Stipendium von DAAD.

Zuallererst: Ich bin zum Auswahlgespräch eingeladen, aber nicht genommen worden.

In diesem Jahr gab es laut Schreiben vom DAAD 181 Bewerbungen; 34 Stipendien wurden vergeben. Zu den Auswahlgesprächen wurden etwa 50 Bewerber eingeladen.

Da ich damals im Internet erfolglos nach Infos zu den Auswahlgesprächen gesucht habe, möchte ich für zukünftige Bewerber, die in der gleichen Situation sind, ein paar Infos zusammenschreiben.

Zu den schriftlichen Bewerbungsunterlagen ist mE nicht viel zu sagen die Anforderungen ergeben sich deutlich aus den Unterlagen vom DAAD.

Zum Auswahlgespräch:

Teilgenommen haben zwei Vertreter vom DAAD (die laut meinen Informationen nicht stimmberechtigt sind), 4 Professoren und ein ehemaliger Stipendiat. Das Gespräch dauert ca. 12 Minuten. Ein Kommissionsmitglied leitet das Gespräch, wobei (in meinem Fall) zuerst das Forschungsvorhaben und die Motivation angesprochen wurde. Warum ist der LL.M. sinnvoll, welche Fächer will man belegen, warum gerade die Uni XY, fachlicher Zusammenhang mit der Doktorarbeit etc. Diese Fragen sind in der Regel einfach zu beantworten, weil man sich in den meisten Fällen sehr genau überlegt hat, aus welchen Gründen man an welcher Uni mit welchem Schwerpunkt studieren will. Die fachlichen Fragen sind idR ebenfalls leicht zu beantworten.

Ich habe mich für Berkeley entschieden und konnte das auch gut begründen, zumal ich Zusagen von besser gerankten Unis wie NYU und Columbia abgelehnt habe. Ich habe mich auch schon vorher über die Uni, Professoren, Institute etc schlau gemacht. Die Frage, die mir dann gestellt wurde, konnte ich jedoch nicht beantworten. Ich wurde gefragt, warum Boalt Hall in Berkeley Law umbenannt wurde (auf der website etc wird der Name "Boalt Hall" immer noch verwendet). Ich wusste, dass diese Umbenennung erfolgt ist und kannte auch die offizielle Begründung der UC Berkeley (größere namentliche Integration mit der UC Berkeley) - den vom Kommissionsmitglied angesprochenen Anlassfall kannte ich nicht. Offenbar hat es etwas mit dem Namensgeber zu tun. Jedenfalls lässt sich diese Info mit normalen Mitteln (Recherche im Internet etc) nicht auftreiben. Die Relevanz der Frage hat sich mir bislang noch nicht erschlossen.

Die kulturelle Frage konnte ich leider auch nicht so gut beantworten. Ich wurde gefragt, welche amerikanischen Autoren derzeit in Deutschland gelesen werden. Ich hatte schlicht und ergreifend ein black out und mir ist nur Charles Bukowski eingefallen Das ist besonders ärgerlich, weil ich in meinem Bekanntenkreis niemanden kenne, der mir liest als ich (Belletristik).

Das waren dann die 12 Minuten, von denen abhängt, ob man das Stipendium bekommt, oder nicht In kürzerer Zeit habe ich noch nie so viel Geld (ca. 28.000) in den Sand gesetzt. Leider werden die Anfahrtskosten nicht bezahlt, was in meinem Fall aufgrund der langen Anreise besonders ärgerlich war.

Zusätzlich ist zu sagen, dass ich bereits ein Stipendium habe und seit zwei Jahren in einer internationalen Anwaltskanzlei arbeite. Meine Doktorarbeit habe ich auch schon fertig gestellt und ich absolviere zusätzlich gerade einen LL.M. im Fernstudium an einer europ. Uni. Genau das wurde auch im Gespräch thematisiert (warum ich überhaupt noch einen LL.M. in den USA machen möchte...). Im Endeffekt bin ich also nicht so bedürftig und glücklicherweise steht meine Finanzierung ohnehin schon. Schade ist es natürlich trotzdem.

Ein Tipp an zukünftige Bewerber: Ihr seid mit der Diss schon (fast) fertig: super - aber nicht zugeben. Gerade bzgl Diss empfiehlt es sich zu begründen, dass ein Aufenthalt in den USA aus den Gründen XY notwendig ist. Optimalerweise weist man auch auf Professoren/Institute hin, mit denen man allenfalls schon Kontakt aufgenommen hat.

Fazit: Auf jeden Fall bewerben die Chancen stehen nicht schlecht.
Anbei ein Erfahrungsbericht für das LL.M. Stipendium von DAAD.

Zuallererst: Ich bin zum Auswahlgespräch eingeladen, aber nicht genommen worden.

In diesem Jahr gab es laut Schreiben vom DAAD 181 Bewerbungen; 34 Stipendien wurden vergeben. Zu den Auswahlgesprächen wurden etwa 50 Bewerber eingeladen.

Da ich damals im Internet erfolglos nach Infos zu den Auswahlgesprächen gesucht habe, möchte ich für zukünftige Bewerber, die in der gleichen Situation sind, ein paar Infos zusammenschreiben.

Zu den schriftlichen Bewerbungsunterlagen ist mE nicht viel zu sagen – die Anforderungen ergeben sich deutlich aus den Unterlagen vom DAAD.

Zum Auswahlgespräch:

Teilgenommen haben zwei Vertreter vom DAAD (die laut meinen Informationen nicht stimmberechtigt sind), 4 Professoren und ein ehemaliger Stipendiat. Das Gespräch dauert ca. 12 Minuten. Ein Kommissionsmitglied leitet das Gespräch, wobei (in meinem Fall) zuerst das Forschungsvorhaben und die Motivation angesprochen wurde. Warum ist der LL.M. sinnvoll, welche Fächer will man belegen, warum gerade die Uni XY, fachlicher Zusammenhang mit der Doktorarbeit etc. Diese Fragen sind in der Regel einfach zu beantworten, weil man sich in den meisten Fällen sehr genau überlegt hat, aus welchen Gründen man an welcher Uni mit welchem Schwerpunkt studieren will. Die fachlichen Fragen sind idR ebenfalls leicht zu beantworten.

Ich habe mich für Berkeley entschieden und konnte das auch gut begründen, zumal ich Zusagen von besser gerankten Unis wie NYU und Columbia abgelehnt habe. Ich habe mich auch schon vorher über die Uni, Professoren, Institute etc schlau gemacht. Die Frage, die mir dann gestellt wurde, konnte ich jedoch nicht beantworten. Ich wurde gefragt, warum Boalt Hall in Berkeley Law umbenannt wurde (auf der website etc wird der Name "Boalt Hall" immer noch verwendet). Ich wusste, dass diese Umbenennung erfolgt ist und kannte auch die offizielle Begründung der UC Berkeley (größere namentliche Integration mit der UC Berkeley) - den vom Kommissionsmitglied angesprochenen Anlassfall kannte ich nicht. Offenbar hat es etwas mit dem Namensgeber zu tun. Jedenfalls lässt sich diese Info mit „normalen“ Mitteln (Recherche im Internet etc) nicht auftreiben. Die Relevanz der Frage hat sich mir bislang noch nicht erschlossen.

Die „kulturelle Frage“ konnte ich leider auch nicht so gut beantworten. Ich wurde gefragt, welche amerikanischen Autoren derzeit in Deutschland gelesen werden. Ich hatte schlicht und ergreifend ein „black out“ und mir ist nur Charles Bukowski eingefallen… Das ist besonders ärgerlich, weil ich in meinem Bekanntenkreis niemanden kenne, der mir liest als ich (Belletristik).

Das waren dann die 12 Minuten, von denen abhängt, ob man das Stipendium bekommt, oder nicht… In kürzerer Zeit habe ich noch nie so viel Geld (ca. € 28.000) in den Sand gesetzt. Leider werden die Anfahrtskosten nicht bezahlt, was in meinem Fall aufgrund der langen Anreise besonders ärgerlich war.

Zusätzlich ist zu sagen, dass ich bereits ein Stipendium habe und seit zwei Jahren in einer internationalen Anwaltskanzlei arbeite. Meine Doktorarbeit habe ich auch schon fertig gestellt und ich absolviere zusätzlich gerade einen LL.M. im Fernstudium an einer europ. Uni. Genau das wurde auch im Gespräch thematisiert (warum ich überhaupt noch einen LL.M. in den USA machen möchte...). Im Endeffekt bin ich also nicht so bedürftig und glücklicherweise steht meine Finanzierung ohnehin schon. Schade ist es natürlich trotzdem.

Ein Tipp an zukünftige Bewerber: Ihr seid mit der Diss schon (fast) fertig: super - aber nicht zugeben. Gerade bzgl Diss empfiehlt es sich zu begründen, dass ein Aufenthalt in den USA aus den Gründen XY notwendig ist. Optimalerweise weist man auch auf Professoren/Institute hin, mit denen man allenfalls schon Kontakt aufgenommen hat.

Fazit: Auf jeden Fall bewerben – die Chancen stehen nicht schlecht.
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Anbei noch einige Ergänzungen von mir. Ich war im selben Bewerbungsdurchgang wie Hanna.Vienna, bei mir hat es dann zum Glück auch geklappt. Meine Informationen beruhen auf meinen Erfahrungen im Auswahlgespräch, Gesprächen mit anderen Bewerbern sowie Mitarbeitern des DAAD. 100% belastbar sind sie aber sicherlich nicht in allen Details, sicherlich wird der ein oder andere auch genau gegenteilige Erfahrungen gemacht haben.

Bewerbungsfaktoren:

- ein gutes Examen ist sicherlich hilfreich bei der Bewerbung, aber auch keine absolut notwendige Voraussetzung (dass der DAAD, wie zum Teil in verschiedenen Foren vertreten, sich Bewerbungen nur ab 10+ anschaut ist m.E. nicht richtig)

- ein weniger gutes Examen muss man dann aber mit einem 100% überzeugenden Studienkonzept ausgleichen können. Ein LL.M. in Harvard "weil dort die besten Professoren der Welt unterrichten" genügt dann nicht als Begründung (und wohl auch sonst nicht :-) Wer sich schon in Deutschland spezialisiert hat (Schwerpunktbereichsstudium!) und diese Spezialisierung auch glaubhaft im Ausland an einer dafür besonders gut geeigneten Uni fortführen möchte, hat keine zu schlechten Karten

- Ein akademisches Profil ist sicherlich hilfreich (immerhin ist es ja der Deutsche AKADEMISCHE Austauschdienst) aber auch nicht zwingend. Wer allerdings bei seiner Bewerbung schon klar auf der Anwaltsschiene ist und auf die Großkanzlei zusteuert, sollte sich darauf gefasst machen gefragt zu werden, warum denn der DAAD einen künftigen Anwalt (der sich das LL.M.-Studium ja eigentlich selbst leisten könnte) fördern sollte.

- Anscheinend wird gern gesehen, wenn das LL.M. - Studium einen weitergehenden Zweck verfolgt als "nur" eine ausländische Rechtsordnung kennen zu lernen. Überlegt Euch also, welchen Mehrgewinn der LL.M. für Eure Karriere bietet und warum gerade Ihr besonders geeignete Repräsentaten Deutschlands im Ausland sein würdet. Viele Stipendiaten verbinden den LL.M. wohl mit ihrer (rechtsvergleichenden) Diss. In meinem Auswahlgespräch ging es jedenfalls fast 5 der 12 Minuten darum, warum mein LL.M. Studium eigentlich nichts mit meiner Diss (die ich zu dem Zeitpunkt gerade beende) zu tun hat.

Auswahlgespräch:

- Mein Auswahlgespräch lief ähnlich straff und konzentriert ab wie das von Hanna.Vienna. Die Kommission arbeitet sehr zeiteffizient, d.h. man hat auch nur sehr wenig Zeit für seine Antworten und sollte sich daher auf die gängigen zu erwartenden Fragen gründlich vorbereiten um dann trotz aller Aufregung klare und präzise Antworten geben zu können.

Die Themenkomplexe meines Auswahlgespräches waren u.a.:

* Promotion (Bearbeitungsstand, Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, Verknüpfung mit dem LL.M. - Studium)
* Warum LL.M. gerade an der einen Uni und nicht an einer anderen?
* Kulturelle Aspekte: Was reizt mich noch an dem LL.M.-Jahr?

- mein Eindruck ist, dass die Auswahlkommission auch versucht den Bewerber aus der Reserve zu locken bzw. zu verunsichern. Das ist nicht böswillig gemeint, vielmehr möchte man nur sehen, wie der Bewerber mit unerwarteten Fragen bzw. Fragen, die er nicht beantworten kann, umgeht. Darauf kann man sich nicht wirklich vorbereiten. Hier hilft dann entweder nur ein bisschen Glück (vielleicht kennt man die Antwort ja zufällig) oder Schlagfertigkeit (fällt einem etwas ein, mit dem man die Frage geschickt umschiffen kann?) oder Ehrlichkeit.
Anbei noch einige Ergänzungen von mir. Ich war im selben Bewerbungsdurchgang wie Hanna.Vienna, bei mir hat es dann zum Glück auch geklappt. Meine Informationen beruhen auf meinen Erfahrungen im Auswahlgespräch, Gesprächen mit anderen Bewerbern sowie Mitarbeitern des DAAD. 100% belastbar sind sie aber sicherlich nicht in allen Details, sicherlich wird der ein oder andere auch genau gegenteilige Erfahrungen gemacht haben.

Bewerbungsfaktoren:

- ein gutes Examen ist sicherlich hilfreich bei der Bewerbung, aber auch keine absolut notwendige Voraussetzung (dass der DAAD, wie zum Teil in verschiedenen Foren vertreten, sich Bewerbungen nur ab 10+ anschaut ist m.E. nicht richtig)

- ein weniger gutes Examen muss man dann aber mit einem 100% überzeugenden Studienkonzept ausgleichen können. Ein LL.M. in Harvard "weil dort die besten Professoren der Welt unterrichten" genügt dann nicht als Begründung (und wohl auch sonst nicht :-) Wer sich schon in Deutschland spezialisiert hat (Schwerpunktbereichsstudium!) und diese Spezialisierung auch glaubhaft im Ausland an einer dafür besonders gut geeigneten Uni fortführen möchte, hat keine zu schlechten Karten

- Ein akademisches Profil ist sicherlich hilfreich (immerhin ist es ja der Deutsche AKADEMISCHE Austauschdienst) aber auch nicht zwingend. Wer allerdings bei seiner Bewerbung schon klar auf der Anwaltsschiene ist und auf die Großkanzlei zusteuert, sollte sich darauf gefasst machen gefragt zu werden, warum denn der DAAD einen künftigen Anwalt (der sich das LL.M.-Studium ja eigentlich selbst leisten könnte) fördern sollte.

- Anscheinend wird gern gesehen, wenn das LL.M. - Studium einen weitergehenden Zweck verfolgt als "nur" eine ausländische Rechtsordnung kennen zu lernen. Überlegt Euch also, welchen Mehrgewinn der LL.M. für Eure Karriere bietet und warum gerade Ihr besonders geeignete Repräsentaten Deutschlands im Ausland sein würdet. Viele Stipendiaten verbinden den LL.M. wohl mit ihrer (rechtsvergleichenden) Diss. In meinem Auswahlgespräch ging es jedenfalls fast 5 der 12 Minuten darum, warum mein LL.M. Studium eigentlich nichts mit meiner Diss (die ich zu dem Zeitpunkt gerade beende) zu tun hat.

Auswahlgespräch:

- Mein Auswahlgespräch lief ähnlich straff und konzentriert ab wie das von Hanna.Vienna. Die Kommission arbeitet sehr zeiteffizient, d.h. man hat auch nur sehr wenig Zeit für seine Antworten und sollte sich daher auf die gängigen zu erwartenden Fragen gründlich vorbereiten um dann trotz aller Aufregung klare und präzise Antworten geben zu können.

Die Themenkomplexe meines Auswahlgespräches waren u.a.:

* Promotion (Bearbeitungsstand, Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, Verknüpfung mit dem LL.M. - Studium)
* Warum LL.M. gerade an der einen Uni und nicht an einer anderen?
* Kulturelle Aspekte: Was reizt mich noch an dem LL.M.-Jahr?

- mein Eindruck ist, dass die Auswahlkommission auch versucht den Bewerber aus der Reserve zu locken bzw. zu verunsichern. Das ist nicht böswillig gemeint, vielmehr möchte man nur sehen, wie der Bewerber mit unerwarteten Fragen bzw. Fragen, die er nicht beantworten kann, umgeht. Darauf kann man sich nicht wirklich vorbereiten. Hier hilft dann entweder nur ein bisschen Glück (vielleicht kennt man die Antwort ja zufällig) oder Schlagfertigkeit (fällt einem etwas ein, mit dem man die Frage geschickt umschiffen kann?) oder Ehrlichkeit.
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Bzgl Finanzierung empfehle ich übrigens viele Bewerbungen zu verschicken. Wenn man einmal ein Motivationsschreiben etc. geschrieben hat, ist es idR nicht mehr sehr zeitaufwendig, die Unterlagen anzupassen.

Es gibt viele Stiftungen und auch Kanzleien, die LL.M. Studien fördern. Insb. für Personen mit einem stärkeren Anwaltsprofil empfehlen sich Kanzleistipendien (zB Freshfields).

Sehr empfehlen kann ich auch die Rotary Foundation. Ein stärkeres Anwaltsprofil schadet bei Rotary grundsätzlich nicht.

Zudem kann man uU die Studiengebühren absetzen.

Fulbright ist ebenfalls sinnvoll leider kann man sich als Deutsche/r nur innerhalb einer bestimmten Frist nach dem 1. Staatsexamen bewerben (weitere Studienabschlüsse - zB Doktorat - werden aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen nicht fristverlängernd berücksichtigt).
Bzgl Finanzierung empfehle ich übrigens viele Bewerbungen zu verschicken. Wenn man einmal ein Motivationsschreiben etc. geschrieben hat, ist es idR nicht mehr sehr zeitaufwendig, die Unterlagen anzupassen.

Es gibt viele Stiftungen und auch Kanzleien, die LL.M. Studien fördern. Insb. für Personen mit einem stärkeren „Anwaltsprofil“ empfehlen sich Kanzleistipendien (zB Freshfields).

Sehr empfehlen kann ich auch die Rotary Foundation. Ein stärkeres Anwaltsprofil schadet bei Rotary grundsätzlich nicht.

Zudem kann man uU die Studiengebühren absetzen.

Fulbright ist ebenfalls sinnvoll – leider kann man sich als Deutsche/r nur innerhalb einer bestimmten Frist nach dem 1. Staatsexamen bewerben (weitere Studienabschlüsse - zB Doktorat - werden aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen nicht fristverlängernd berücksichtigt).
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Für alle, die an weiteren Erfahrungsberichten interessiert sind:

Ich war 2010 in Bonn zu einem Auswahlgespräch eingeladen, habe das Stipendium nicht bekommen und fühle mich insgesamt total verarscht.
Schon während des Gesprächs hatte ich ganz klar den Eindruck, dass da für mich nix zu holen ist, freundlich waren die Kommissionsmitglieder wahrlich nicht.

Eine Professorin hat über mein Promotionsthema hergezogen und ansonsten wurde ich fast nur zu Hobbies gefragt, die ich im Lebenslauf angegeben hatte. Auf Englisch wurde null gesprochen. Ach ja, und ich wurde noch darauf angesprochen, obich nicht vorher schon im Ausland war und ob ich mich sozial engagiere. Das beides nicht der Fall war, war auch dem Lebenslauf zu entnehmen.

Kulturelle Fragen oder auch Fragen zur Uni (in meinem Fall Cambridge) wurden überhaupt nicht gestellt. Das ganze war nach ca. 5 Minuten vorbei.
Als ich fragte, wem ich den mittlerweile eingetroffenen Offer letter der Uni abgeben soll, wurde mir besonders deutlich gemacht, dass ich umsonst da war. Hierfür hat sich nämlich keiner interessiert und ich habe ihn wieder mitgenommen.

Wenn - so wie ich den Eindruck hatte - das Ergebnis von vornherein schon feststeht, dann hätte ich mir die 600 km Anreise auch sparen können, zumal der DAAD die Kosten nicht trägt. Bin sehr enttäuscht: Nicht so sehr darüber, nicht das Stipendium bekommen zu haben, sondern darüber, wie der Bewerbungsprozess beim DAAD abläuft...
Für alle, die an weiteren Erfahrungsberichten interessiert sind:

Ich war 2010 in Bonn zu einem Auswahlgespräch eingeladen, habe das Stipendium nicht bekommen und fühle mich insgesamt total verarscht.
Schon während des Gesprächs hatte ich ganz klar den Eindruck, dass da für mich nix zu holen ist, freundlich waren die Kommissionsmitglieder wahrlich nicht.

Eine Professorin hat über mein Promotionsthema hergezogen und ansonsten wurde ich fast nur zu Hobbies gefragt, die ich im Lebenslauf angegeben hatte. Auf Englisch wurde null gesprochen. Ach ja, und ich wurde noch darauf angesprochen, obich nicht vorher schon im Ausland war und ob ich mich sozial engagiere. Das beides nicht der Fall war, war auch dem Lebenslauf zu entnehmen.

Kulturelle Fragen oder auch Fragen zur Uni (in meinem Fall Cambridge) wurden überhaupt nicht gestellt. Das ganze war nach ca. 5 Minuten vorbei.
Als ich fragte, wem ich den mittlerweile eingetroffenen Offer letter der Uni abgeben soll, wurde mir besonders deutlich gemacht, dass ich umsonst da war. Hierfür hat sich nämlich keiner interessiert und ich habe ihn wieder mitgenommen.

Wenn - so wie ich den Eindruck hatte - das Ergebnis von vornherein schon feststeht, dann hätte ich mir die 600 km Anreise auch sparen können, zumal der DAAD die Kosten nicht trägt. Bin sehr enttäuscht: Nicht so sehr darüber, nicht das Stipendium bekommen zu haben, sondern darüber, wie der Bewerbungsprozess beim DAAD abläuft...
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Dutchman
Ich hingegen kann absolut nicht klagen. Auch bei mir geht es ab Oktober 2010 nach Cambridge, das DAAD Stipendium habe ich glücklicherweise bekommen.

In meinem Fall war die Prüfungskommission (es dürfte dieselbe gewesen sein wie bei meinem Vorredner) zwar fordernd, aber insgesamt absolut nicht unfreundlich. Dass es beim DAAD vorgefertigte Meinungen gibt, erlaube ich mir, zu bezweifeln. Dafür ist erstens die Prüfungskommission (ca. 7-8 Leute) zu groß und zweitens die Qualität der vertretenen Examensnoten (soweit ich das sehe meist zweistellig) zu hoch. Fragen zum Lebenslauf sind auch deshalb nicht unsachgerecht, weil ich den starken Eindruck hatte, dass immer nur ein oder zwei der Gutachter diesen auch eingehend gelesen haben (m.E. verständlich bei der großen Kommission sowie der Zahl der Bewerber) und quasi "zentral" für die Befragung zuständig sind. Die anderen müssen aber schließlich auch einen Eindruck der Person erhalten.
Auch in meinem Fall gab es keinen vorherigen Auslandsaufenthalt während des Studiums - mit einer Nachfrage kann man dann sicherlich rechnen, aber es wird ja schließlich auch bei den meisten Gründe dafür gegeben haben. Ferner wurde bei mir wegen der Überschreitung der Regelstudienzeit nachgebohrt, auch hier half aber schlicht eine ehrliche Antwort (Abgesehen von der Beanspruchung durch außeruniversitäres Engagement hielt ich es vor allem in Anbetracht der Bedeutsamkeit der Note für wichtiger, eine solide Note als ein etwas kürzeres Studium zu haben!). Außeruniversitäres Engagement gehört übrigens sicherlich mit zum Pflichtenkatalog, da nimmt sich der DAAD aber nichts mit anderen Stiftungen, wie ich aus diversen anderen Erfahrungen berichten kann. Sicherlich muss sich nicht jeder für Straßenkinder in Monaco einsetzen, aber wer gar nichts neben dem Studium gemacht hat, muss halt ganz klar mit einer kritischen Frage rechnen.

Die obligatorische erste Frage (auch wenn sie bei meinem Vorredner nicht aufgeworfen wurde), auf die sich im Regelfall jeder einstellen muss, lautete: Warum gerade das entsprechende Programm, warum gerade diese Universität. Ferner gab es fachliche Fragen im Zusammenhang mit meiner Promotion (vor allem: an welchen Dozenten würden sie sich denn in Cambridge wenden, wenn sie noch etwas in diesem Zusammenhang nachfragen wollen?). Ferner die oben bereits aufgeworfenen Punkte. Schließlich gibts dann wohl oft auch noch 1-2 Fragen, mit denen man nicht wirklich rechnen kann (bei mir: 1 Minute Spontanreferat zu den Vorzügen des dt. Hochschulsystems ggü. dem englischen, Antwort hat die Kommission aber wohl nur so zur Hälfte überzeugt :-) ).

Mein Tip an alle: Legt Euch vorher eine schriftliche Roadmap zurecht, in der Ihr die typischen Fragen antezipiert und eine Antwort hierauf ausformuliert. Diese könnt Ihr dann vor dem Gespräch nochmal im Detail durchgehen.
Ex post würde ich folgende Fragen für relevant halten:
Warum gerade die Zieluni und das Zielprogramm? -> Fachlich begründen, das habt Ihr Euch sicherlich schon vor der Bewerbung überlegt, ggf. auch außerfachliche Chancen darstellen.
Bei vorheriger Promotion: Wird diese vorher fertiggestellt sein bzw. was für Chancen ergeben sich hierbei am Gastort? Bezug zum Kursprogramm, namhafte Dozenten?
Fachfragen zum Promotionsthema
Fragen zum Lebenslauf, hier weiss man ja aber sowieso im Schlaf Bescheid und muss nicht vorbereiten.
Spätere Berufsvorstellungen und genaue Bedeutung des angestrebten Programms mit Bezug darauf.

Ich wünsche auf jeden Fall allen künftigen Kandidaten viel Erfolg! Man sollte im Auge behalten, dass fast nur Topleute zu den Auswahlgesprächen kommen, daher kann man wohl fast nie damit rechnen, genommen zu werden, und sollte sich eine Absage nicht zu Herzen nehmen.
Ich hingegen kann absolut nicht klagen. Auch bei mir geht es ab Oktober 2010 nach Cambridge, das DAAD Stipendium habe ich glücklicherweise bekommen.

In meinem Fall war die Prüfungskommission (es dürfte dieselbe gewesen sein wie bei meinem Vorredner) zwar fordernd, aber insgesamt absolut nicht unfreundlich. Dass es beim DAAD vorgefertigte Meinungen gibt, erlaube ich mir, zu bezweifeln. Dafür ist erstens die Prüfungskommission (ca. 7-8 Leute) zu groß und zweitens die Qualität der vertretenen Examensnoten (soweit ich das sehe meist zweistellig) zu hoch. Fragen zum Lebenslauf sind auch deshalb nicht unsachgerecht, weil ich den starken Eindruck hatte, dass immer nur ein oder zwei der Gutachter diesen auch eingehend gelesen haben (m.E. verständlich bei der großen Kommission sowie der Zahl der Bewerber) und quasi "zentral" für die Befragung zuständig sind. Die anderen müssen aber schließlich auch einen Eindruck der Person erhalten.
Auch in meinem Fall gab es keinen vorherigen Auslandsaufenthalt während des Studiums - mit einer Nachfrage kann man dann sicherlich rechnen, aber es wird ja schließlich auch bei den meisten Gründe dafür gegeben haben. Ferner wurde bei mir wegen der Überschreitung der Regelstudienzeit nachgebohrt, auch hier half aber schlicht eine ehrliche Antwort (Abgesehen von der Beanspruchung durch außeruniversitäres Engagement hielt ich es vor allem in Anbetracht der Bedeutsamkeit der Note für wichtiger, eine solide Note als ein etwas kürzeres Studium zu haben!). Außeruniversitäres Engagement gehört übrigens sicherlich mit zum Pflichtenkatalog, da nimmt sich der DAAD aber nichts mit anderen Stiftungen, wie ich aus diversen anderen Erfahrungen berichten kann. Sicherlich muss sich nicht jeder für Straßenkinder in Monaco einsetzen, aber wer gar nichts neben dem Studium gemacht hat, muss halt ganz klar mit einer kritischen Frage rechnen.

Die obligatorische erste Frage (auch wenn sie bei meinem Vorredner nicht aufgeworfen wurde), auf die sich im Regelfall jeder einstellen muss, lautete: Warum gerade das entsprechende Programm, warum gerade diese Universität. Ferner gab es fachliche Fragen im Zusammenhang mit meiner Promotion (vor allem: an welchen Dozenten würden sie sich denn in Cambridge wenden, wenn sie noch etwas in diesem Zusammenhang nachfragen wollen?). Ferner die oben bereits aufgeworfenen Punkte. Schließlich gibts dann wohl oft auch noch 1-2 Fragen, mit denen man nicht wirklich rechnen kann (bei mir: 1 Minute Spontanreferat zu den Vorzügen des dt. Hochschulsystems ggü. dem englischen, Antwort hat die Kommission aber wohl nur so zur Hälfte überzeugt :-) ).

Mein Tip an alle: Legt Euch vorher eine schriftliche Roadmap zurecht, in der Ihr die typischen Fragen antezipiert und eine Antwort hierauf ausformuliert. Diese könnt Ihr dann vor dem Gespräch nochmal im Detail durchgehen.
Ex post würde ich folgende Fragen für relevant halten:
Warum gerade die Zieluni und das Zielprogramm? -> Fachlich begründen, das habt Ihr Euch sicherlich schon vor der Bewerbung überlegt, ggf. auch außerfachliche Chancen darstellen.
Bei vorheriger Promotion: Wird diese vorher fertiggestellt sein bzw. was für Chancen ergeben sich hierbei am Gastort? Bezug zum Kursprogramm, namhafte Dozenten?
Fachfragen zum Promotionsthema
Fragen zum Lebenslauf, hier weiss man ja aber sowieso im Schlaf Bescheid und muss nicht vorbereiten.
Spätere Berufsvorstellungen und genaue Bedeutung des angestrebten Programms mit Bezug darauf.

Ich wünsche auf jeden Fall allen künftigen Kandidaten viel Erfolg! Man sollte im Auge behalten, dass fast nur Topleute zu den Auswahlgesprächen kommen, daher kann man wohl fast nie damit rechnen, genommen zu werden, und sollte sich eine Absage nicht zu Herzen nehmen.
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hadema
Ich war in der Stipendienrunde 2010 für einen USA-LL.M. und ich habe leider die selben schlechten Erfahrungen gemacht wie GermanGuy.

An sich hatte ich mir mit zwei zweistelligen Staatsexamina und einer rechtsvergleichenden Dissertation in Arbeit gute Chancen auf ein Stipendium ausgerechnet. Neben einem ausgezeichneten Empfehlungsschreiben vom Doktorvater konnte ich vorweisen, die NYU zugunsten einer kleineren Top-10 Uni abgelehnt zu haben, da diese einen Schwerpunkt in Bereich meines Dissertationsthemas anbietet. Kontakt mit den Professoren vor Ort hatte ich bereits hergestellt. Freilich war ich auch auf all die Fragen vorbereitet, die Dutchman empfiehlt. An sich sollte da im Auswahlgespräch nichts mehr schiefgehen...

Ich war als Zweiter dran. Pro Bewerber sind 20 Minuten einschließlich Beratung vorgesehen. Die Kandidatin vor mir wurde erst mit 10 Minuten Verspätung hereingerufen, da die Kommission nicht rechtzeitig eingetroffen war.

Diese 10 Minuten Verspätung hat die Kommission dann bei mir wieder reingeholt: Die Vorsitzende teilte mir mit, aufgrund der Zeitknappheit werde sie mir die Kommission nicht namentlich vorstellen. Der erste Prüfer fragte mich, welcher Zusammenhang erstens zwischen meinen Hobbies dem Schwerpunkt bestehe, den ich noch im ersten Staatsexamen gewählt hatte, und zweitens weshalb ich mich nun für das Regulierungsthema interessiere, das meine Dissertation betrifft. Darauf ritt er knapp 5 Minuten rum, dann war sein Interesse an meiner Bewerbung erschöpft. Der zweite Professor sagte, ihm sei völlig schleierhaft, dass es in meinem Rechtsgebiet überhaupt irgendwelche Probleme gäbe; ob ich ihm nicht irgendeinen Streitstand nennen könnte. Offensichtlich hatte er meine Bewerbung noch nicht einmal überflogen: Meine ganze Doktorarbeit behandelt einen solchen Streitstand. Die Vorsitzende wollte dann noch in den letzen Sekunden wissen, wie meine Zukunftspläne aussähen. An dem Annahmeschreiben der Uni hatte sie, wie bei GermanGuy, kein Interesse. Nach unter 10 Minuten war die Veranstaltung vorbei, so dass der dritte Kandidat pünktlich hereingerufen werden konnte.

Ich bin weder zum Inhalt und Stand meiner Dissertation, zur Bedeutung des LL.M. hierfür, zur Wahl der Uni, kurz: zu all den Punkten, die an sich entscheidungserheblich sein sollten, befragt worden. Hätte die Kommission mich hierzu befragt und mich auf dieser Basis im Ergebnis abgelehnt, hätte ich damit kein Problem gehabt. So aber habe ich mich ziemlich veräppelt gefühlt als durch diese Farce und ziemlich geärgert über nutzlos investierte Zeit und Kosten.
Ich war in der Stipendienrunde 2010 für einen USA-LL.M. und ich habe leider die selben schlechten Erfahrungen gemacht wie GermanGuy.

An sich hatte ich mir mit zwei zweistelligen Staatsexamina und einer rechtsvergleichenden Dissertation in Arbeit gute Chancen auf ein Stipendium ausgerechnet. Neben einem ausgezeichneten Empfehlungsschreiben vom Doktorvater konnte ich vorweisen, die NYU zugunsten einer kleineren Top-10 Uni abgelehnt zu haben, da diese einen Schwerpunkt in Bereich meines Dissertationsthemas anbietet. Kontakt mit den Professoren vor Ort hatte ich bereits hergestellt. Freilich war ich auch auf all die Fragen vorbereitet, die Dutchman empfiehlt. An sich sollte da im Auswahlgespräch nichts mehr schiefgehen...

Ich war als Zweiter dran. Pro Bewerber sind 20 Minuten einschließlich Beratung vorgesehen. Die Kandidatin vor mir wurde erst mit 10 Minuten Verspätung hereingerufen, da die Kommission nicht rechtzeitig eingetroffen war.

Diese 10 Minuten Verspätung hat die Kommission dann bei mir wieder reingeholt: Die Vorsitzende teilte mir mit, aufgrund der Zeitknappheit werde sie mir die Kommission nicht namentlich vorstellen. Der erste Prüfer fragte mich, welcher Zusammenhang erstens zwischen meinen Hobbies dem Schwerpunkt bestehe, den ich noch im ersten Staatsexamen gewählt hatte, und zweitens weshalb ich mich nun für das Regulierungsthema interessiere, das meine Dissertation betrifft. Darauf ritt er knapp 5 Minuten rum, dann war sein Interesse an meiner Bewerbung erschöpft. Der zweite Professor sagte, ihm sei völlig schleierhaft, dass es in meinem Rechtsgebiet überhaupt irgendwelche Probleme gäbe; ob ich ihm nicht irgendeinen Streitstand nennen könnte. Offensichtlich hatte er meine Bewerbung noch nicht einmal überflogen: Meine ganze Doktorarbeit behandelt einen solchen Streitstand. Die Vorsitzende wollte dann noch in den letzen Sekunden wissen, wie meine Zukunftspläne aussähen. An dem Annahmeschreiben der Uni hatte sie, wie bei GermanGuy, kein Interesse. Nach unter 10 Minuten war die Veranstaltung vorbei, so dass der dritte Kandidat pünktlich hereingerufen werden konnte.

Ich bin weder zum Inhalt und Stand meiner Dissertation, zur Bedeutung des LL.M. hierfür, zur Wahl der Uni, kurz: zu all den Punkten, die an sich entscheidungserheblich sein sollten, befragt worden. Hätte die Kommission mich hierzu befragt und mich auf dieser Basis im Ergebnis abgelehnt, hätte ich damit kein Problem gehabt. So aber habe ich mich ziemlich veräppelt gefühlt als durch diese Farce und ziemlich geärgert über nutzlos investierte Zeit und Kosten.
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Ich war in diesem Jahr bei der LL.M.-Auswahl des DAADs eingeladen. Ich wurde an der Columbia Universitaet, Harvard und Stanford zugelassen. Soweit ich weiss, wurden am 4. und 5. Mai etwa 100 Kandidaten (50 pro Tag) fuer ein Stipendium interviewt. Vorweg moechte ich sagen, dass es bei mir nur ein Warteplatz geworden ist. Im Brief heisst es, dass der Auswalhkommission insgesamt 129 Stipendienantraege vorlag von denen 22 Bewerbungen fuer Stipendien ausgewaehlt wurden. Die Bewerbungen um ein Stipendium scheinen deshalb seit 2009 zurueckgegangen zu sein, obwohl der DAAD in seinem Jahresberichten von sehr starken Anstiegen der Bewerbungen spricht.

Konkrete Informationen fuer Kandidaten auf der Warteliste werde es erst Ende Juni 2011 geben. Dabei halte ich es allerdings eher fuer unwahrscheinlich, dass noch zusaetzliche Stipendien an die Kandidaten auf den Warteplaetzen verteilt werden. Auch ist es mir nicht bekannt, wie viele Kandidaten auf der Warteliste sitzen.

Ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen mit der Kommission gemacht, die mich aber nur zu meinem Forschungsvorhaben und meiner Wahluni (Columbia) befragt hat - und das vor allem durch zwei Kommissionsmitglieder. Da ich mich fuer einen Forschungsmaster (mit Thesis) beworben hatte, konnte ich diese Fragen - meiner Meinung nach- auch gut beantworten. Eine gute Vorbereitung und ein gutes Forschungsvorhaben schien denen sehr wichtig zu sein.

Das Gespraech dauerte insgesamt 18 Minuten. Allerdings, weiss ich nicht, was dazu fuehrte, dass ich auf die Warteliste gesetzt wurde. Ich war zuvor schon viel im Ausland, hatte 3 Jahre Arbeitserfahrung als Anwaeltin vorzuweisen, aber keine Promotion.

Ich wuerde mich ueber andere Erfahrungsberichte freuen.
Ich war in diesem Jahr bei der LL.M.-Auswahl des DAADs eingeladen. Ich wurde an der Columbia Universitaet, Harvard und Stanford zugelassen. Soweit ich weiss, wurden am 4. und 5. Mai etwa 100 Kandidaten (50 pro Tag) fuer ein Stipendium interviewt. Vorweg moechte ich sagen, dass es bei mir nur ein Warteplatz geworden ist. Im Brief heisst es, dass der Auswalhkommission insgesamt 129 Stipendienantraege vorlag von denen 22 Bewerbungen fuer Stipendien ausgewaehlt wurden. Die Bewerbungen um ein Stipendium scheinen deshalb seit 2009 zurueckgegangen zu sein, obwohl der DAAD in seinem Jahresberichten von sehr starken Anstiegen der Bewerbungen spricht.

Konkrete Informationen fuer Kandidaten auf der Warteliste werde es erst Ende Juni 2011 geben. Dabei halte ich es allerdings eher fuer unwahrscheinlich, dass noch zusaetzliche Stipendien an die Kandidaten auf den Warteplaetzen verteilt werden. Auch ist es mir nicht bekannt, wie viele Kandidaten auf der Warteliste sitzen.

Ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen mit der Kommission gemacht, die mich aber nur zu meinem Forschungsvorhaben und meiner Wahluni (Columbia) befragt hat - und das vor allem durch zwei Kommissionsmitglieder. Da ich mich fuer einen Forschungsmaster (mit Thesis) beworben hatte, konnte ich diese Fragen - meiner Meinung nach- auch gut beantworten. Eine gute Vorbereitung und ein gutes Forschungsvorhaben schien denen sehr wichtig zu sein.

Das Gespraech dauerte insgesamt 18 Minuten. Allerdings, weiss ich nicht, was dazu fuehrte, dass ich auf die Warteliste gesetzt wurde. Ich war zuvor schon viel im Ausland, hatte 3 Jahre Arbeitserfahrung als Anwaeltin vorzuweisen, aber keine Promotion.

Ich wuerde mich ueber andere Erfahrungsberichte freuen.

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marmar
Ich war dieses Jahr auch am 4. Mai 2011 beim DAAD und bei mir hat es leider auch nicht geklappt.
Auch wenn es für andere kein Trost ist, aber es gibt also noch andere, bei denen es nicht geklappt hat.
Ich hatte mich für den LL.M im Corporate Law an der NYU beworben.

Woran es genau lag, vermag ich nicht genau zu sagen.
Ich denke aber, dass ich die Notwendigkeit meines Vorhabens nicht überzeugend rüberbringen konnte. Ich habe vergangenens Jahr mein zweites Examen absolviert und promoviere seit letztem Jahr und arbeite seither an der Uni. Da ich auch ein BWL-Studium als Diplomkaufmann abgeschlossen habe, rechnete ich mir eigentlich recht gute Chance auf ein Stipendium aus. Allerdings scheint die Anzahl der zu vergebenden Stipendien in den vergangenen Jahren auch zurückzugehen. Außerdem muss man sicherlich bedenken, dass von den 22 Stipendien natürlich nicht alle an Bewerber gehen, die in die USA wollen, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Staaten, UK, Südafrika, Asien und Australien, NZ gefunden werden muss.

Die erste Frage war, wieso es denn jetzt neben den bisherigen Abschlüssen und laufender Diskussion auch noch ein LLM sein muss. Daneben wurde ich zum Inhalt meiner Diss befragt, allerdings hatte ich den Eindruck, dass keiner der Professoren Kenntnis im Übernahmerecht hatte und daher auch keine Nachfrage kam.
Als unfair habe ich die Kommission nicht empfunden, eher freundlich. Ich denke aber, dass es angesichts der Bewerberlage keine Schande ist, nicht genommen zu werden. Ich selbst habe zwei zweistellige Examina und ein Diplom, dazu ne laufende Diss....also, insofern habe ich inzwischen akzeptier, dass es auch noch geeignetere Kandidaten gibt.

Ich habe leider aber auch keinerlei andere Stipendien bekommen und überlege jetzt, den LL.M. zu verschieben oder abzusagen, da ich noch nicht recht erkenne, ob es Sinn macht, knapp 50.000Euro aus eigener Tasche zu finanzieren. Im Moment tendiere ich dazu, meine Diss zu vollenden, um dann in einer Kanzlei erst einmal Erfahrungen zu sammeln und es dann eventuell später nochmal zu versuchen. Es schmerzt mich zwar sehr, eventuell absagen zu müssen, da es immer mein großer Wunsch war, ein Jahr in den USA zu leben, aber im Moment bin ich mir unsicher, ob es sich lohnt, sich so eine Bürde jetzt schon aufzuladen. Vielleicht gibt es hierzu auch Meinungen jener Kandiaten, die kein Stipendium bekommen haben.
@ Natascha: wie läuft Deine Finanzierung? Kanzlei?
Ich war dieses Jahr auch am 4. Mai 2011 beim DAAD und bei mir hat es leider auch nicht geklappt.
Auch wenn es für andere kein Trost ist, aber es gibt also noch andere, bei denen es nicht geklappt hat.
Ich hatte mich für den LL.M im Corporate Law an der NYU beworben.

Woran es genau lag, vermag ich nicht genau zu sagen.
Ich denke aber, dass ich die Notwendigkeit meines Vorhabens nicht überzeugend rüberbringen konnte. Ich habe vergangenens Jahr mein zweites Examen absolviert und promoviere seit letztem Jahr und arbeite seither an der Uni. Da ich auch ein BWL-Studium als Diplomkaufmann abgeschlossen habe, rechnete ich mir eigentlich recht gute Chance auf ein Stipendium aus. Allerdings scheint die Anzahl der zu vergebenden Stipendien in den vergangenen Jahren auch zurückzugehen. Außerdem muss man sicherlich bedenken, dass von den 22 Stipendien natürlich nicht alle an Bewerber gehen, die in die USA wollen, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Staaten, UK, Südafrika, Asien und Australien, NZ gefunden werden muss.

Die erste Frage war, wieso es denn jetzt neben den bisherigen Abschlüssen und laufender Diskussion auch noch ein LLM sein muss. Daneben wurde ich zum Inhalt meiner Diss befragt, allerdings hatte ich den Eindruck, dass keiner der Professoren Kenntnis im Übernahmerecht hatte und daher auch keine Nachfrage kam.
Als unfair habe ich die Kommission nicht empfunden, eher freundlich. Ich denke aber, dass es angesichts der Bewerberlage keine Schande ist, nicht genommen zu werden. Ich selbst habe zwei zweistellige Examina und ein Diplom, dazu ne laufende Diss....also, insofern habe ich inzwischen akzeptier, dass es auch noch geeignetere Kandidaten gibt.

Ich habe leider aber auch keinerlei andere Stipendien bekommen und überlege jetzt, den LL.M. zu verschieben oder abzusagen, da ich noch nicht recht erkenne, ob es Sinn macht, knapp 50.000Euro aus eigener Tasche zu finanzieren. Im Moment tendiere ich dazu, meine Diss zu vollenden, um dann in einer Kanzlei erst einmal Erfahrungen zu sammeln und es dann eventuell später nochmal zu versuchen. Es schmerzt mich zwar sehr, eventuell absagen zu müssen, da es immer mein großer Wunsch war, ein Jahr in den USA zu leben, aber im Moment bin ich mir unsicher, ob es sich lohnt, sich so eine Bürde jetzt schon aufzuladen. Vielleicht gibt es hierzu auch Meinungen jener Kandiaten, die kein Stipendium bekommen haben.
@ Natascha: wie läuft Deine Finanzierung? Kanzlei?
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Trotz Warteplatz hat es nun doch noch fuer ein DAAD LL.M. -Stipendium gereicht. Die Nachricht kam gestern per E-mail vom DAAD. Es gibt also auch fuer Leute auf der Warteliste noch Hoffnung. lg Natasha
Trotz Warteplatz hat es nun doch noch fuer ein DAAD LL.M. -Stipendium gereicht. Die Nachricht kam gestern per E-mail vom DAAD. Es gibt also auch fuer Leute auf der Warteliste noch Hoffnung. lg Natasha
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Vielen Dank für eure Eindrücke! An diejenigen, die das Stipendium für die USA erhalten haben, darf ich fragen, wie hoch das Stipendium bei euch ausgefallen ist, insbesondere welcher Anteil der Tuition Fees übernommen wurde?

[Edited by LLM2017-9 on Apr 20, 2017]

Vielen Dank für eure Eindrücke! An diejenigen, die das Stipendium für die USA erhalten haben, darf ich fragen, wie hoch das Stipendium bei euch ausgefallen ist, insbesondere welcher Anteil der Tuition Fees übernommen wurde?
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