llm jura


hannahw
Hallo, ich schließe bald mein 1. Staatsexamen ab und überlege ob ich noch einen llm/ master in jura absolviere. Ist ein llm jura es denn wirklich Wert? Letztendlich benötige ich ohnehin das zweite Staatsexamen? Gewinnt man durch den llm an juristischem Fachwissen deutlich hinzu, so dass es den beruflichen Einstieg erleichtert?
Hallo, ich schließe bald mein 1. Staatsexamen ab und überlege ob ich noch einen llm/ master in jura absolviere. Ist ein llm jura es denn wirklich Wert? Letztendlich benötige ich ohnehin das zweite Staatsexamen? Gewinnt man durch den llm an juristischem Fachwissen deutlich hinzu, so dass es den beruflichen Einstieg erleichtert?
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Ein llm in Jura wird Dir auf jeden Fall vorteilhaft sein.Es kommt natürlich darauf an, wo und warum Du den LLM absolvieren willst. Viele Juristen aus Deutschland wählen einen LLM aus drei Gründen: (1) um Fachkenntnisse zu gewinnen (2) weil eine renommierte Schule sich auf dem Lebenslauf gut macht (3) weil ein Master in Jura (LLM) Dir Auslanderfahrung bescheinigt. Eine internationale Ausrichtung sehen Arbeitgeber gerne. Vor allem wenn du noch jung bist und schon Fachkenntnisse vorweisen kannst, kann dies durchaus ein Wettbewerbsvorteil sein. Ein llm in jura wird dir auch bei der Gehaltsverhandlung zu Gute kommen. Welche Fachrichtung für den Master in Jura / LLM strebst du an?
Ein llm in Jura wird Dir auf jeden Fall vorteilhaft sein.Es kommt natürlich darauf an, wo und warum Du den LLM absolvieren willst. Viele Juristen aus Deutschland wählen einen LLM aus drei Gründen: (1) um Fachkenntnisse zu gewinnen (2) weil eine renommierte Schule sich auf dem Lebenslauf gut macht (3) weil ein Master in Jura (LLM) Dir Auslanderfahrung bescheinigt. Eine internationale Ausrichtung sehen Arbeitgeber gerne. Vor allem wenn du noch jung bist und schon Fachkenntnisse vorweisen kannst, kann dies durchaus ein Wettbewerbsvorteil sein. Ein llm in jura wird dir auch bei der Gehaltsverhandlung zu Gute kommen. Welche Fachrichtung für den Master in Jura / LLM strebst du an?
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Miles
Ich überlege auch gerade einen Master in Jura zu absolvieren. Ich denke als Weiterbildungsstudium ist ein LLM für Juristen definitiv relevant. Es verschafft Dir das gewisse etwas nicht jeder Jurist hat einen LLM auf dem Lebenslauf zu stehen. Zudem kannst Du Dein Fachwissen auffrischen oder vertiefen, Dein berufliches Netzwerk ausbauen und praktische Einblicke in die Arbeitsweisen und Methoden anderer Unternehmen und Branchen gewinnen. Strebst Du den Master in Jura in Deutschland oder im Ausland? Mit einem LLM in Jura den du im Ausland absolvierst punktest Du obendrein mit Sprachkenntnissen und Auslanderfahrung.
Ich überlege auch gerade einen Master in Jura zu absolvieren. Ich denke als Weiterbildungsstudium ist ein LLM für Juristen definitiv relevant. Es verschafft Dir das gewisse etwas – nicht jeder Jurist hat einen LLM auf dem Lebenslauf zu stehen. Zudem kannst Du Dein Fachwissen auffrischen oder vertiefen, Dein berufliches Netzwerk ausbauen und praktische Einblicke in die Arbeitsweisen und Methoden anderer Unternehmen und Branchen gewinnen. Strebst Du den Master in Jura in Deutschland oder im Ausland? Mit einem LLM in Jura den du im Ausland absolvierst punktest Du obendrein mit Sprachkenntnissen und Auslanderfahrung.
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hannahw
Danke für eure Kommentare zum Master in Jura. Ich stehe mit meinen Überlegungen zum LLM in Jura noch am Anfang. Ich bin mir nicht sicher ob es im Ausland sein soll oder in Deutschland. Grundsätzlich glaube ich, dass ein LLM im Ausland angebracht ist. Ich könnte mein Englisch auffrischen und einen besseren Einblick in landestypische Rechtsformen erhalten. Trotzdem bin ich unsicher ob ich das finanziell stemmen kann bzw. sich der Aufwand lohnt? Wenn, dann interessiert mich vor allem Kartellrecht. Ich denke ein LLM in Business / corporate law würde gut passen.
Danke für eure Kommentare zum Master in Jura. Ich stehe mit meinen Überlegungen zum LLM in Jura noch am Anfang. Ich bin mir nicht sicher ob es im Ausland sein soll oder in Deutschland. Grundsätzlich glaube ich, dass ein LLM im Ausland angebracht ist. Ich könnte mein Englisch auffrischen und einen besseren Einblick in landestypische Rechtsformen erhalten. Trotzdem bin ich unsicher ob ich das finanziell stemmen kann bzw. sich der Aufwand lohnt? Wenn, dann interessiert mich vor allem Kartellrecht. Ich denke ein LLM in Business / corporate law würde gut passen.
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Naja, ich weiß nicht ob ein Master in Jura in Deutschland wirklich so viel zählt. Ein LLM in Jura als eines Marketinginstrument zu sehen, rechnet sich für viele Anwälte nicht. Ein berufsbegleitender Master in Jura (LL.M) an einer deutschen Hochschule kostet rund 8.000 bis 12.000 Euro und an ausländischen Hochschulen bei Weitem mehr. An den führenden amerikanischen Hochschulen zahlst Du bis zu 90.000 Dollar. Ob solch eine Investition für Juristen in Deutschland es wirklich wert ist? Ich meine hierzulande ist ein Master in Jura wohl weniger bekannt als ein Doktor- oder Fachanwaltstitel. Ich halte für den typischen Anwalt mit deutschem Klientel einen Doktortitel für wesentlich werbewirksamer. Wenn Du allerdings viel mit ausländischen Kunden zu tun haben wirst, kann sich ein Master in Jura (LLM) durchaus lohnen. Du lernst dann nicht nur Englisch, sondern profitierst auch vom Fachwissen über ländertypische Rechtsgrundlagen.
Naja, ich weiß nicht ob ein Master in Jura in Deutschland wirklich so viel zählt. Ein LLM in Jura als eines Marketinginstrument zu sehen, rechnet sich für viele Anwälte nicht. Ein berufsbegleitender Master in Jura (LL.M) an einer deutschen Hochschule kostet rund 8.000 bis 12.000 Euro und an ausländischen Hochschulen bei Weitem mehr. An den führenden amerikanischen Hochschulen zahlst Du bis zu 90.000 Dollar. Ob solch eine Investition für Juristen in Deutschland es wirklich wert ist? Ich meine hierzulande ist ein Master in Jura wohl weniger bekannt als ein Doktor- oder Fachanwaltstitel. Ich halte für den typischen Anwalt mit deutschem Klientel einen Doktortitel für wesentlich werbewirksamer. Wenn Du allerdings viel mit ausländischen Kunden zu tun haben wirst, kann sich ein Master in Jura (LLM) durchaus lohnen. Du lernst dann nicht nur Englisch, sondern profitierst auch vom Fachwissen über ländertypische Rechtsgrundlagen.
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Hallo Sabinaswizz,
ich würde den Master in Jura /LLM nicht so schwarzsehen. Letztendlich ersetzen die Inhalte des Studiums den obligatorischen Fachanwaltslehrgang. Wenn Du eine entsprechende Anzahl an Fällen erbringst, kannst du als Jurist am Ende sogar beide Titel erwerben. Der Aufwand ist bei dem LLM größer. Selbst wenn Du den Master in Jura als Teilzeitstudium oder Distance Learning Studium absolvierst, musst Du mindestens einmal im Monat mit drei-viertägigen Präsenzphasen rechnen, dazu kommen Prüfungsvorbereitungen und die Masterthese. Für den Fachanwaltskurs brauchst Du nur 120 Zeitstunden aber er dokumentiert Dir Dein Fachwissen nach außen.
Hallo Sabinaswizz,
ich würde den Master in Jura /LLM nicht so schwarzsehen. Letztendlich ersetzen die Inhalte des Studiums den obligatorischen Fachanwaltslehrgang. Wenn Du eine entsprechende Anzahl an Fällen erbringst, kannst du als Jurist am Ende sogar beide Titel erwerben. Der Aufwand ist bei dem LLM größer. Selbst wenn Du den Master in Jura als Teilzeitstudium oder Distance Learning Studium absolvierst, musst Du mindestens einmal im Monat mit drei-viertägigen Präsenzphasen rechnen, dazu kommen Prüfungsvorbereitungen und die Masterthese. Für den Fachanwaltskurs brauchst Du nur 120 Zeitstunden aber er dokumentiert Dir Dein Fachwissen nach außen.
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Hallo, mal eine andere Frage: Kann ich ein Masterstudium in Jura (LLM) von der Steuer absetzen?
Hallo, mal eine andere Frage: Kann ich ein Masterstudium in Jura (LLM) von der Steuer absetzen?
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Natürlich lässt sich ein Masterstudium von der Steuer absetzen. Gerade wenn es sich um ein Masterstudium, berufsbegleitendes Studium oder einen Doktor handelt, kannst Du alle Studienkosten als Verluste beim Finanzamt geltend machen. Dann zahlst Du in den ersten ein bis zwei Berufsjahren weniger Steuern. Die Jurastudium-Kosten solltest Du als Werbungskosten geltend machen.Dazu gehören eigene Aufwendungen, Arbeitsmittel, Arbeitszimmer, Fahrtkosten, Zweithaushaltskosten, Seminare, Studiengebühren (aber Achtung, die Rechnung muss auf Dich ausgestellt sein) und auch Studienfahrten. Einfach alle Kosten für ein LLM Jura lassen sich absetzen.
Natürlich lässt sich ein Masterstudium von der Steuer absetzen. Gerade wenn es sich um ein Masterstudium, berufsbegleitendes Studium oder einen Doktor handelt, kannst Du alle Studienkosten als Verluste beim Finanzamt geltend machen. Dann zahlst Du in den ersten ein bis zwei Berufsjahren weniger Steuern. Die Jurastudium-Kosten solltest Du als Werbungskosten geltend machen.Dazu gehören eigene Aufwendungen, Arbeitsmittel, Arbeitszimmer, Fahrtkosten, Zweithaushaltskosten, Seminare, Studiengebühren (aber Achtung, die Rechnung muss auf Dich ausgestellt sein) und auch Studienfahrten. Einfach alle Kosten für ein LLM Jura lassen sich absetzen.
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Hallo, ich schließe bald mein 1. Staatsexamen ab und überlege ob ich noch einen llm/ master in jura absolviere. Ist ein llm jura es denn wirklich Wert? Letztendlich benötige ich ohnehin das zweite Staatsexamen? Gewinnt man durch den llm an juristischem Fachwissen deutlich hinzu, so dass es den beruflichen Einstieg erleichtert?


Hallo Hannah,
ih habe schon lange nichts mehr von Dir gehört. Hast Du Dich schon entschieden ob Du ein LLM Studium aufnimmst und wo?
<blockquote>Hallo, ich schließe bald mein 1. Staatsexamen ab und überlege ob ich noch einen llm/ master in jura absolviere. Ist ein llm jura es denn wirklich Wert? Letztendlich benötige ich ohnehin das zweite Staatsexamen? Gewinnt man durch den llm an juristischem Fachwissen deutlich hinzu, so dass es den beruflichen Einstieg erleichtert?</blockquote>

Hallo Hannah,
ih habe schon lange nichts mehr von Dir gehört. Hast Du Dich schon entschieden ob Du ein LLM Studium aufnimmst und wo?
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banksy
Liebe Juristen,
Ich überlege derzeit einen Master in Jura (LL.M.) zu absolvieren. Hier ein wenig zu meinem Hintergrund. Ich stehe kurz vor der zweiten juristischen Staatsprüfung und überlege wie es danach weitergehen soll: Erst arbeiten und später weiter qualifizieren oder direkt im Anschluss für einen LL.M. ins Ausland gehen.
Meine Referendariat habe ich in einer kleineren Kanzlei absolviert, möchte aber später gerne in einer international agierenden Kanzlei arbeiten. Schon oft habe ich gehört, das ein LL.M. das Karriereziel durchaus unterstützen kann. Gerade die größeren Kanzleien sehen es gerne, wenn ihre Anwälte mit Mandaten und Kollegen aus fremden Kultur-/ Rechtskreisen auf Augenhöhe kommunizieren können.
Ich möchte mich wirtschaftsrechtlich orientieren, entweder Internationales Handels- und Gesellschaftsrecht, Europäisches Wirtschaftsrecht oder Gewerblichen Rechtsschutz, da gerade diese Spezialisierungen bei den größeren Kanzleien gefragt sind.
Ich würde den LL.M. nutzen, um noch eine Weile im Ausland zu verbringen. Neben dem Fremdsprachenbonus, könnte ich mir juristische Sprachkenntnisse aneignen, fremde Kulturen und andere wissenschaftliche Arbeitsweisen und Rechtstraditionen kennenlernen und hoffentlich auch ein Netzwerk aus internationalen Kommilitonen etc. aufbauen.
Trotzdem bin ich mir sehr unsicher, da ich außer dem Rechtsreferendariat keine Arbeitserfahrung habe. Was glaubt Ihr wäre die bessere Wahl:
1) Erst 3-4 Jahre Arbeitserfahrungen sammeln, gegebenenfalls auch in einer Kleineren und dann den LL.M dranhängen oder
2) Jetzt sofort ins Ausland gehen, den LL.M. absolvieren und damit bessere Einstiegschancen in eine größere Kanzlei haben. Ach ja meine Englischkenntnisse haben definitiv Ausbaupotential.
Habe ich ersthafte Chancen von den Unis mit der wenigen Arbeitserfahrung angenommen zu werden?
Liebe Juristen,
Ich überlege derzeit einen Master in Jura (LL.M.) zu absolvieren. Hier ein wenig zu meinem Hintergrund. Ich stehe kurz vor der zweiten juristischen Staatsprüfung und überlege wie es danach weitergehen soll: Erst arbeiten und später weiter qualifizieren oder direkt im Anschluss für einen LL.M. ins Ausland gehen.
Meine Referendariat habe ich in einer kleineren Kanzlei absolviert, möchte aber später gerne in einer international agierenden Kanzlei arbeiten. Schon oft habe ich gehört, das ein LL.M. das Karriereziel durchaus unterstützen kann. Gerade die größeren Kanzleien sehen es gerne, wenn ihre Anwälte mit Mandaten und Kollegen aus fremden Kultur-/ Rechtskreisen auf Augenhöhe kommunizieren können.
Ich möchte mich wirtschaftsrechtlich orientieren, entweder Internationales Handels- und Gesellschaftsrecht, Europäisches Wirtschaftsrecht oder Gewerblichen Rechtsschutz, da gerade diese Spezialisierungen bei den größeren Kanzleien gefragt sind.
Ich würde den LL.M. nutzen, um noch eine Weile im Ausland zu verbringen. Neben dem Fremdsprachenbonus, könnte ich mir juristische Sprachkenntnisse aneignen, fremde Kulturen und andere wissenschaftliche Arbeitsweisen und Rechtstraditionen kennenlernen und hoffentlich auch ein Netzwerk aus internationalen Kommilitonen etc. aufbauen.
Trotzdem bin ich mir sehr unsicher, da ich außer dem Rechtsreferendariat keine Arbeitserfahrung habe. Was glaubt Ihr wäre die bessere Wahl:
1) Erst 3-4 Jahre Arbeitserfahrungen sammeln, gegebenenfalls auch in einer Kleineren und dann den LL.M dranhängen oder
2) Jetzt sofort ins Ausland gehen, den LL.M. absolvieren und damit bessere Einstiegschancen in eine größere Kanzlei haben. Ach ja – meine Englischkenntnisse haben definitiv Ausbaupotential.
Habe ich ersthafte Chancen von den Unis mit der wenigen Arbeitserfahrung angenommen zu werden?
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